Intelligenz und Begabung
Zu Beginn der Veranstaltung sollten wir uns mit der Frage auseinandersetzen, ob der weblog tatsächlich eine Alternative zur Klausur ist - und zwar in Form einer Pro- und Contra-Liste. Mal schauen, ob ich meine Pros und Contras noch zusammen kriege!?
Pro:
- Um seinen eigenen weblog zu gestalten muss man sich mit seinem Computer und dem Internet auseinandersetzen. Dies fördert die eigene Methodenkompetenz.
- Jeder kann seinen weblog nach eigenem Geschmack und Interesse gestalten. Der Kreativität ist freien Lauf gelassen.
- Man muss zwar jede Woche Einträge verfassen, seine Zeit kann man aber selbst einteilen.
- Durch die wöchentliche Beschäftigung mit den Inhalten des Seminars bleiben diese längerfristig im Gedächtnis. --> höheren Lerneffekt!
- Man kann auf aktuelle Anlässe bezug nehmen und Einträge auch nachtragen.
- Jeder kann auf die weblogs zugreifen.
- Man kann auch später noch auf das Gelernte zurückgreifen und es sich anschauen.
- Beschäftigung mit den neuen Medien --> man lernt damit umzugehen.
Contra:
- Kommt man zunächst nicht mit dem weblog zurecht, entsteht schnell Frustration; die Motivation geht flöten!
- Für die Klausur muss man geballt lernen und verwendet so häufig nicht so viel Zeit wie für den weblog.
- In der Klausur kann man zeigen, was man gelernt hat. Hier ist man nicht abhängig von Medien.
- Man ist beim weblog auf einen Computer und das Internet angwiesen.
Dies waren (glaube ich) ungefähr die Punkte, die ich während des Seminars aufgeschrieben habe. Zumindest wird deutlich, das ich mich ganz klar für den weblog entschieden habe.
Im Anschluss an diese "Umfrage" haben wir wieder gemeinsam musiziert.
sanni216 - 26. Jan, 19:18
Wir haben an die letzte Veranstaltung angeknüft. Was ist der Unterschied zwischen Ursache, Wirkung, Grund und Zweck. Dazu nutzten wir wieder das Beispiel "Tablette, weil Kopfschmerzen" der letzten Sitzung:
Ich habe Kopfschmerzen.
Ich nehme eine Kopfschmerztablette.
Warum nimmst du die Tablette?
(Frage nach der Ursache)
Weil ich Kopfschmerzen habe.
Wozu nimmst du die Tablette?
(Frage nach der Wirkung)
Um die Kopfschmerzen loszuwerden.
Weshalb hast du Kopfschmerzen?
(Frage nach dem Grund)
Weil ich zu viel Uni hatte.
Wofür nimmst du die Tablette.
(Frage nach dem Zweck)
Um noch mehr lernen zu können.
Dann haben wir die 4 b´s (betrachten, beobachten, begreifen, beschreiben) vertieft:
Betrachten ist ein Wahrnehmungsvorgang. Dazu gehört, sich Zeit zu lassen und seine Aufmerksamkeit zu erhöhen.
Beim beobachten vergleicht das Gehirn sinnliche Warnehmung und das Vorhandene im Gedächtnis. Dazu muss man sich konzentrieren.
Der Unterschied zwischen Aufmerksamkeit und Konzentration ist folgender:
Aufmerksamkeit: Ausrichtung des Bewußtseins nach außen (auf die Sinne)
Konzentration: Ausrichtung des Bewußtseins nach innen (auf das Gedächtnis)
Unter der Voraussetzung, dass die Aufmerksamkeit oder die Konzentration hoch ist (--> Rhythmus), wird Chemie freigesetzt. Es kommt zur Motivation, man begreift.
Motivation ohne Selbsttätigkeit ist nicht möglich! Im Unterricht erreicht man dies z.B. durch einen Projektunterricht.
Beschreiben setzt betrachten, beobachten und begreifen voraus. Das Kernwort für diesen Bereich ist Algorhythmus. Algorhythmus bedeutet eine eindeutig festgelegte Reihenfolge von Schritten. Im Grunde genommen ist also (fast) alles, was wir täglich machen algorhythmisch. Z.B. die Flächenberechnung eines Rechtecks, aber auch ganz normale Dinge wie Kaffee kochen.
sanni216 - 22. Dez, 13:28
Zu Beginn der Sitzung haben wir uns mit den vier "Ichs" beschäftigt:
- das rationale Ich (Logik)
- das kritische Ich (Gewissen)
- das emotionale Ich (Kommunikation)
- das experimentelle Ich (Ästhetik)
Alle vier "Ichs" stehen miteinander in Verbindung. Diese vier "Ichs" sind in jedem Menschen vorhanden und gestalten unsere Persönlichkeit.
Was haben diese "Ichs" nun aber mit dem Thema "Intelligenz und Begabung" zu tun?
Antwort: Wenn sich das rationale Ich mit dem emotionalen Ich verknüpft führt dies zur Intelligenz. Begabung ist dann vorhanden, wenn sich das experimentelle Ich mit dem kritischen Ich verknüpft.
Auch die 13 W-Fragewörter tauchten in diesem Zusammenhang wieder auf:
1. Welche?
2. Was?
3. Wie?
4. Wie viel?
5. Warum?
6. Wozu?
7. Womit?
8. Wo?
9. Wann?
10. Wobei?
11. Weshalb?
12. Wofür?
13. Wer?
Das Fragewort "WER" betrifft alle vier "Ichs". Die ersten drei Fragen (Welche, was, wie) beziehen sich auf das rationale Ich. Wie viel, warum und wozu beziehen sich auf das kritische Ich. Womit, wo und wann beziehen sich auf das emotionale Ich und wobei, weshalb und wofür auf das experimentelle Ich.
Was ist nun aber der Unterschied zwischen warum, weshalb, wozu und wofür?
- Warum fragt nach der Ursache
- Wozu fragt nach der Wirkung
- Weshalb fragt nach dem Grund
- Wofür fragt nach dem Zweck
sanni216 - 22. Dez, 12:51
Heute haben wir zunächst einen Vortrag gehört über Lena-Marie.
Lena-Marie ist 10 Jahre alt und hochbegabt. Sie hat die 2. Klasse übersprungen und ist mittlerweile in der 6. Klasse. Lena-Marie wird speziell gefördert. Sie kommt ein mal in der Woche zur Universität und arbeitet dort mit Studenten. Julias Vortrag über Lena-Marie war sehr interessant. Ich war auch bereits schon auf Lena-Maries eigenem Weblog: lmbiester.twoday.net
Nach Julias Vortrag haben wir uns mit dem "Lernschema" des Gehirns beschäftigt. Das Gehirn lernt in folgendem Schema:
1. betrachten
2. beobachten
Danach begreift das Gehirn. Erst wenn das Gehirn diesen Prozess hinter sich hat, kann es beschreiben.
sanni216 - 22. Dez, 12:24
Auch dieses Mal wieder eine interessante Übung zum Beginn der Sitzung:
Wiederhole das Wort "Radio" so oft, bis es seine Bedeutung verliert!
Alle zusammen wiederholten wir also im Rhythmus dieses Wort. Die Übung dauerte ungefähr fünf Minuten und mit der Zeit hörten immer mehr Studenten auf, "Radio" zu wiederholen.
Faszinierend! Durch die immerwährende Wiederholung eines Wortes kann einem doch tasächlich seine Bedeutung abhanden kommen!
Überraschend finde ich, dass ich dieses Spiel bereits (unwissenlich) immer wieder als Kind gespielt habe - und zwar mit dem Wort "Keks". Ich fand es witzig, dass sich dieses Wort irgendwann einfach völlig absurd anhörte!
Im Anschluss nannte uns Herr Schmid den Namen
Detlef Linke. Falls wir uns fragen sollten, welchen Sinn all diese Übungen haben, finden wir bei Detlef Linke die Antwort darauf.
Hier ein Link mit einer Liste von Detlef Linkes Veröffentlichungen:
http://www.perlentaucher.de/autoren/3810.html
Im Anschluß beschäftigten wir uns mit den 13 Funktionen des Fragens:
1. Wer?
2. Wie?
3. Was?
4. Warum?
5. Wo?
6. Wann?
7. Wodurch?
8. Wieviel?
9. Wessen?
10. Wozu?
11. Wohin?
12. Welche?
13. ????????????????
Ob diese W-Fragen nun die richtigen sind, kann ich allerdings nicht sagen!!!
Die drei Suchstrategien des Gehirns sind folgende:
Welche Eigenschaften?
Machen
was aus?
Wie gehen wir damit um?
Mein Beispiel hierfür: eingeschränkte Sicht - Brille - putzen
Das Ende der Sitzung: Wieder unsere b´s singen!!!
sanni216 - 30. Nov, 14:45
Die Aufgabe für diese Woche:
Stelle dich in eine Warteschlange, z.B. im Supermarkt. Stelle dich, kurz bevor du an der Reihe bist, wieder ganz hinten an!
Super! Noch habe ich diese Aufgabe nicht erfüllt, aber ich werde es wohl noch tun (müssen)!
Ich denke, dass ich mich in dieser Situation sehr blöd vorkommen werde und ich werde mich wahrscheinlich nicht besonders wohl fühlen!
Obwohl ich mich wahrscheinlich sehr überwinden muss, bin ich trotz allem sehr gespannt….
sanni216 - 27. Nov, 19:10
Die erste Wochenaufgabe war übrigens folgende:
Wir sollen uns regelmäßig bzw. täglich einen Gegenstand aussuchen und über diesen drei Minuten alles aufschreiben, was uns dazu einfällt.
Die letzte Woche über habe ich diese Aufgabe regelmäßig ausgeübt und täglich Ergüsse über meinen Fernseher, das Sofa, meinen Füller und noch viele viele andere Gegenstände niedergeschrieben.
Mittlerweile glaube ich sogar, dass diese Aufgabe tatsächlich nicht sinnlos war!!!
Am Anfang fiel es mir sehr schwer, drei Minuten lang etwas über einen einzigen Gegenstand aufzuschreiben – was soll man schließlich drei Minuten über einen Füller schreiben?!
Mittlerweile fällt mir diese Aufgabe allerdings immer leichter!!!
sanni216 - 27. Nov, 19:04
Die erste Veranstaltung von „Intelligenz und Begabung“ – ganz ehrlich: zunächst war ich etwas irritiert. Mit den Gesangsübungen konnte ich zunächst nicht sehr viel anfangen, aber nach der anfänglichen Skepsis wurde ich etwas lockerer.
Trotzdem habe ich mich gefragt: „Was hat das alles hier mit Intelligenz und/oder Begabung zu tun?“ Rhythmus war mir nämlich bisher nur ein Begriff aus der Musik oder Germanistik und ich hatte diesen noch nie so wirklich mit Intelligenz oder Begabung zusammen gebracht.
Rhythmus bezeichnet die regelmäßige Abfolge von Mustern. Und genau dies haben wir ja in dieser „Gesangsübung“ getan. Regelmäßig haben vier verschiedene Gruppen jeweils drei bestimmte Wörter wiederholt. Man musste sich also auf seine Wörter konzentrieren, auf die richtige Reihenfolge und versuchen, sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
Was genau diese Übung bezwecken soll, darauf bin ich sehr gespannt!
sanni216 - 27. Nov, 18:53